Der Weg zum Herzen des Berges

26.09.2026

Christine Limmer
Pfarrbriefservice.de

Als ich am Fluss vorbeikam,
merkte der Fluss, dass ich ihn liebend ansah.

Gestern, als ich mich vor der alten Tanne verneigte,
ließ sie einen Zapfen zu mir herabfallen,
den ich zu Hause auf meinen Arbeitstisch legte.

Als ich wie ein Bruder
zur dunklen Wolke sprach,
ließ sie plötzlich die Sonne durch.

Die Schlucht hätte sich schließen
und mich erdrücken können,
aber weil ich sie darum gebeten hatte,
wies sie mir den Weg zum Herzen des Berges.

Als ich auf der weiten Ebene stand,
an deren Enden die Welt abfällt,
wollte ich nicht größer sein als sie,
da erhob sie mich und und zeigte mir
eine andere Größe als die, die ich kannte.

Als ich den Apfel in die Hand nahm
und seine Vollkommenheit sah,
da begann er von innen zu leuchten.

Ulrich Schaffer